UNTERNEHMEN ZWISCHEN DIKTATUR UND MODERNER FÜHRUNG


Die fundamentale Aufgabe eines Managers ist es, das Bestehen eines Unternehmens zu wahren und zu fördern. Versteht er sein Geschäft, kann er durch kluge Mitarbeiterführung die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen und seine Kollegen zu immer neuen Zielen anspornen. Eine Firma mit guter Personalführung hat im internationalen Wettbewerb die besten Karten. Welcher Eigentümer wünscht sich das nicht?

Doch allzu oft sehen wir von Kirchhoff Kompetenz, wie Manager Probleme nicht lösen, sondern selbst das Problem sind. Anstatt zielorientiert zu handeln, verfolgen sie egoistische Motive, demotivieren damit ihre Mitarbeiter und verhindern den Erfolg des Unternehmens als Ganzes. Es fehlt meist nicht an Fachwissen oder unternehmerischem Denken, sondern an Kommunikations- und Sozialkompetenz. Wohl dem, der erfahrene Coaches oder einen Mentor an seiner Seite hatte, die ihm einen zeitgemäßen Führungsstil vermittelt haben.

Wer schützt Unternehmen vor den Machern?

Die vierte industrielle Revolution hat alle unsere Lebensbereiche grundlegend verändert. Das Stichwort Industrie 4.0 beschreibt nicht nur die technische Innovation, sondern auch einen Wandel der unternehmerischen Strukturen und Mitarbeiterführung. Doch trotz der angeblich immer professionelleren Ausbildung, trifft man als Unternehmensberater auf Schritt und Tritt Manager, die Betriebe in den Ruin treiben können.

Ein riesiges Problem ist die Kultur der sogenannten Macher. Manager, die sich als Macher verstehen, wollen sich um jeden Preis durchsetzen. Sie fechten Konflikte bis zum oft bitteren Ende aus und sind unfähig, Kompromisse einzugehen. Strategien der Deeskalation sind ihnen fremd, stattdessen halten sie unbeirrbar an ihrem autoritären Verhalten fest. Naiven Shareholdern gefällt das sogar. Man hört oft Sätze wie „Endlich zeigt jemand Stärke und Durchsetzungsvermögen!“. Von der drohenden Krise zu ihrem eigenen Schaden ahnen die Aktionäre jedoch nichts.

Die selbst ernannten Macher haben nur ihre Machtposition im Blick. Kollegen und Mitarbeiter werden als Gegner empfunden, Widerspruch wird nicht geduldet. Sie versuchen außerdem, den Erfolg ihrer Kollegen zu verhindern. Das passiert durch Schuldzuweisungen, indem Profitcenter oder Matrixorganisationen geschickt ausgenutzt werden, oder durch gezieltes Verbreiten von Gerüchten und Einsetzen von Spitzeln. Es gibt Fälle, die man nicht anders als soziopathisch beschreiben kann. Drohung und Bestrafung stehen an der Tagesordnung und Mitarbeiter werden durch Kündigungsdrohungen zum Gehorsam erzogen. Andere Meinungen werden nicht zugelassen und Entscheidungen alleine getroffen. Scheinbar legitimiert die Unternehmenshierarchie so ein autoritäres Verhalten.

Die Zusammenarbeit mit solchen Alphatierchen ist für Kollegen derart schwierig, dass sie frustriert werden. Ein Unternehmen leidet darunter massiv, weil es so das Potenzial zur Innovation verliert. Die Arbeit einer Abteilung ist dann nicht mehr an den objektiven Anforderungen ausgerichtet, sondern an der Gemütslage des despotischen Chefs. „Was denkt der Chef? Was will er hören?“, sind die Fragen, die sich verunsicherte Mitarbeiter stellen. Anstatt dass sie sich produktiv einbringen, verhalten sich Mitarbeiter unter einer sozial inkompetenten Führungskraft passiv und widersprechen ihrem Vorgesetzten selbst bei Fehlentscheidungen nicht.

Nicht nur solch extreme Beispiele sind ein Problem. Selbst auf den ersten Blick intelligent scheinende Manager mit einer Topausbildung fügen einem Unternehmen enormen Schaden zu, wenn sie keine sozialen Kompetenzen besitzen. Eine Führungskraft braucht Gespür für die Potenziale seiner Mitarbeiter! Anerkennung auszusprechen und Vertrauen haben zu können, sind wesentliche Fähigkeiten für Entscheidungsträger. Nicht wenige Führungskräfte sind aber „kommunikative Analphabeten“. Sie interessieren sich nicht für ihre eigenen Schwächen und verfolgen ausschließlich persönliche Ziele.

Solch ein unmoderner und inakzeptabler Führungsstil wirkt sich auf die gesamte Mannschaft aus. Die für ein Unternehmen lebensnotwendige Zusammenarbeit wird durch gegenseitiges Misstrauen und Intrigen verhindert. Das bestätigt auch eine deutsche Studie, nach der im Jahr 2012 61% der Angestellten in Deutschland wenig emotionale Bindung an ihren Arbeitsplatz haben und sich 24% überhaupt im Stadium der inneren Kündigung befinden.(siehe: welt.de) Grund dafür ist demotivierende Mitarbeiterführung. Mehr als 30% der verfügbaren Kapazität eines Unternehmens verbrennt durch mangelhaftes Führungsverhalten. Der verursachte Schaden ist viel, viel größer als nur die Zeit, die für Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen, Streitgespräche und Schlichtungsversuche vergeudet wird. (Siehe KI Besprechungskultur)

Mit einer Kultur der Anpassung und Unterwürfigkeit kann ein Unternehmen nicht erfolgreich sein. Die Folge ist, dass Margen sinken oder gar nicht erreicht werden.

Wie lässt sich motivierende Führungskultur realisieren?

Jagen Sie den Despoten vom Hof! Mag ein Macher noch so clever und fachkompetent sein, er erreicht niemals den Erfolg eines erfahrenen Entscheidungsträgers. Eine Führungskraft mit sozialer Kompetenz und Managementerfahrung löst Probleme im Team und hat das Unternehmenswohl im Blick.

Die Hierarchie – die heilige Ordnung – einer Firma regelt Zuständigkeiten und definiert Prozesse. Das ist auch gut so, sie dient der Zusammenarbeit durch die Teilung von Aufgaben und Lasten. Moderne Führungskultur sieht Vorgesetzte und Mitarbeiter aber gleichzeitig auch auf einer gemeinsamen, kompetenzorientierten und demokratischen Ebene. Hierarchien sind dazu da, um gemeinsam besser Probleme zu lösen, nicht diktatorisches Verhalten zu legitimieren. Wovon wir sprechen, ist kein Laissez-faire-Stil. Sondern ein guter Manager bedient sich der von allen Beteiligten anerkannten Regeln und geht mit seinen Kollegen respektvoll um. Mitarbeiterführung ist dann erfolgreich, wenn erkannt wird, was der Einzelne tatsächlich kann und will. So kann er seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend gefördert und gefordert werden. Diese Aufgabe verlangt von den Führungskräften ausgeprägte kommunikative und soziale Kompetenz.

Erfolg durch Teamarbeit!

Statt eines vermeintlichen Genies an der Spitze braucht es ein funktionierendes Team! In einem Unternehmen treffen Mitarbeiter mit verschiedenen Mentalitäten, Bildungsgraden, Altersstufen, Erfahrungen, Fähigkeiten etc. aufeinander. Schafft man es, diese Komponenten zu einem Team zu formen, gewinnen alle und damit der Betrieb. In einem funktionierenden Team schwingt sich oft eine Person zum Moderator auf und appelliert an das gemeinsame Ziel. So kommt es zu einem konzentrierten und zielgerichteten Vorgehen und der hohe Informationsstand der Mitarbeiter kann genutzt werden. Die Entscheidungsvorbereitung für den Vorgesetzten wird objektiver und Fehlentscheidungen seltener.

Zusammenarbeit ist Erbe und Pflicht zugleich. Unser Überleben und Wohlstand basiert seit der Steinzeit auf Teamarbeit und Kooperation. Innerhalb einer Gruppe mit gleichen Interessen funktioniert das auch meist gut. Doch das Zusammenwirken mit anderen Gruppen gestaltet sich auch heute noch schwierig, obwohl Forschungen zeigen, dass Kooperation die produktivste Verhaltensweise ist.

Treffen Gruppen, d.h. in unserem Fall Abteilungen, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Ansprüchen und Interessen aufeinander, treten Friktionen auf. Lagerdenken, oft verschärft durch Gruppenzwang, erschwert eine sachorientierte Diskussion und behindert objektives Handeln. Um die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen zu realisieren, – die Basis des Unternehmenserfolgs – braucht es gute Führungskultur. Durch Kompromissbereitschaft der Gruppen-Leader können Win-win-Situationen geschaffen und übergeordnete Ziele gemeinsam erreicht werden.

Teamarbeit will aber auch geübt sein. Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, die eigene Perspektive zu ändern, sind essentielle Eigenschaften. Ein erfolgreicher erster Schritt kann die gemeinsame Entwicklung von Regeln der Zusammenarbeit sein.

Coaching hilft!

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Entwicklung von fähigen und motivierten Mitarbeitern zu Moderatoren. Wir von Kirchhoff Kompetenz helfen Entscheidungsfähigkeit, Vortragstechnik, Auftreten, Gestik, Verhalten und Verhandlungsführung zu professionalisieren. Unsere Experten evaluieren Mitarbeiter auf persönlicher Ebene und vermitteln die Anwendung der situativ-kooperativen Führung sowie die Nutzung der Motivationstheorien von Herzberg.

Im Fokus steht dabei, Verhaltensweisen und Arbeitsmethoden im Sinn der Unternehmensstrategie zu verbessern. Die ausgewählten Führungskräfte sollen in der Lage und willens sein, die Zukunft des Betriebs aktiv zu gestalten. Sie werden das Unternehmen im harten Geschäftsleben mit Herz und Verstand stets weiterbringen.


 Quintessenz

  •  In vielen Unternehmen herrscht auch heute noch autoritäres Führungsverhalten vor.
  • Konflikte werden in so einer Umgebung bis zum bitteren Ende ausgefochten, Kollegen und Mitarbeiter als Gegner empfunden.
  • Die Macherkultur im Managementbereich ist Gift für ein Unternehmen und treibt Mitarbeiter in die innere Kündigung.
  • Zusammenarbeit ist Erbe und Pflicht zugleich. Allgemeiner Wohlstand basiert auf Teamarbeit und Kooperation.
  • Moderne Führungskultur sieht Vorgesetzte und Mitarbeiter auf einer kompetenz- und zielorientierten, gemeinsamen Ebene.
  • Durch eine gemeinsame Vorgehensweise, die von allen Beteiligten unterstützt wird, entsteht positiver Wissenstransfer. So können Manager aufgrund objektiver Grundlagen entscheiden.
  • Persönlichkeitsentwicklung von Entscheidungsträgern und Coaching zur situativ-kooperativen Führung sind der Schlüssel zum Erfolg.