STRATEGIEN FLEXIBEL GESTALTEN


Der MARKT bestimmt den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Ein Unternehmen muss sich rechtzeitig neu darauf einrichten. Je intensiver darüber nachgedacht und diskutiert wird, je konkreter werden Chancen und Risiken sichtbar. Eine Strategie ist ein dauerhaft zu korrigierender Prozess, je weniger justiert werden muss, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit des Erfolges. Strategie ist Verantwortung der gesamten Führungsmannschaft.

Tun wir die richtigen Dinge? Tun wir die Dinge richtig?

Bessere Produkte allein sind kein Garant für den Erfolg. Doch viele Unternehmer vertrauen noch immer ausschließlich darauf und haben seit Generationen das gleiche starre Geschäftsmodell. Deshalb schlittern in Deutschland auch tausende Unternehmen jährlich in die Insolvenz.

Eines muss klar sein: Ohne Innovation geht es nicht  – das gilt für die Produkte und die Strategie! Der rasende Wandel und technologische Fortschritt in der Wirtschaftswelt bietet uns immer neue und anspruchsvollere Herausforderungen. Die Digitalisierung etwa stellt altbekannte Wertschöpfungsketten und Erfolgsprinzipien in Frage.

Die richtige Antwort darauf sind neue Strategien mit flexiblen Geschäftsmodellen.

Strategie bedeutet: Wege zum Ziel weisen

Professionelle Strategien orientieren sich an den Zielen des Unternehmens und das Unternehmensumfeld. Zentrale Fragen lauten:

  • Wo steht das Unternehmen heute?
  • Was sind die neuen Herausforderungen und Einflussfaktoren?
  • Wo soll und kann das Unternehmen in x Jahren stehen?

Die Antworten auf diese Fragen sind der erste Schritt guter Unternehmensführung. Strategisches Management beinhaltet aber auch, daraus konkrete Handlungsanweisungen abzuleiten. Schon lange vor einer möglichen Schieflage muss intensiv an den schnell erforderlichen Richtungswechseln gearbeitet werden. Dazu muss beantwortet werden:

  • Wie positionieren wir uns?
  • Was sollen wir tun und was sollen wir lassen?
  • Behaupten wir unsere jetzige Position oder ziehen wir uns zurück?
  • Wie können wir unsere Position ausbauen?

Operatives Geschäft und Strategie müssen also Hand in Hand gehen ­– eine Einsicht, die auch schon von Clausewitz beschrieben hat.

Flexible Strategien sind der Weg zum Erfolg

Doch die Anforderungen, die auf uns zukommen, werden immer höher. Vor kurzem habe ich einer Professorin für Wirtschaftsgeschichte die Frage gestellt, wie lange es noch Banken geben werde. Erstaunt meinte sie: „Ohne Banken geht es nicht!“ Nach einer gemeinsamen Diskussion mit Blick auf Apple, Google, SAP, Salesforce, Oracle, Priceline, Qualcomm, Microsoft, Cisco, Intel, Facebook oder Xing – Firmen, die nicht nur für die Industrie da sind, sondern von allen genutzt werden und stets völlig neue Produkte liefern – war sie sich nicht mehr sicher, ob Banken nicht doch irgendwann ersetzt würden.

Was will uns das sagen? Unser wirtschaftliches Umfeld unterscheidet sich drastisch von dem der Vergangenheit und viele Dinge, die jetzt normal scheinen, waren vor ein paar Jahren noch nicht vorstellbar. Daher ist es gerade jetzt entscheidend, die wirtschaftliche Realität vorurteilsfrei zu analysieren.

Wie schnell sich diese Bedingungen ändern, ist vielen Marktteilnehmern noch gar nicht bewusst. Bereits 2008 konnte man bei KI lesen:

Unternehmen werden sich gravierend verändern. Informations- und Kommunikationstechnologien, Internationalisierung und volkswirtschaftlicher Wettbewerb sind die stärksten Faktoren dieser Veränderung.

Es werden traditionelle Grenzen aufgelöst und durch virtuelle Netzwerke ersetzt. Dienstleistungen nehmen zu und schränken den Stellenwert des Produktes und den des Standortes ein.

Die Geschwindigkeit dieser beschriebenen Entwicklung hat auch uns überrascht. Digitale Technologien beschleunigen die Globalisierung mehr und mehr, das hat mannigfaltige Einflüsse auf die Weltwirtschaft. Die Wirtschaftsstrategen müssen sich daher neu orientieren und stärker transdisziplinär zusammenarbeiten, um die neuen und sich schnell verändernden Einflussfaktoren bewerten zu können.

Eine Folge aus dieser Entwicklung ist, dass die strategische Ausrichtung eines Unternehmens nicht statisch sein darf. Vielmehr muss sie sich immer neu an die Unternehmensbedingungen anpassen. Ein modernes Strategiekonzept muss Antworten auf die wachsende Anzahl neuer Einflussfaktoren bieten.

  1. Die bekannten Einflussfaktoren auf die strategische Entwicklung von Unternehmen lauten nach wie vor Marktentwicklung, Kundenverhalten, Produktlebenszyklen, neue Wettbewerber und Effekte der Globalisierung und Internationalisierung.
  2. Schwieriger zu bewertende Parameter sind die Unsicherheiten der Finanzierungsmöglichkeiten und Kapitalstruktur, sowie Währungs- und Zinsrisiken. Unsicherheiten also, die durch das Verhalten von Banken und Versicherungen hervorgerufen werden. Die Vertrauenskrise der Gesellschaft in Politik und Wirtschaft und die immer größer werdende Spezialisierung im Bildungsbereich beeinflussen die wirtschaftliche Entwicklung ebenfalls stark.
  3. Neue bzw. stärker werdende Einflussfaktoren sind zahllose neue Regelwerke und Gesetze, neue Technologien der Digitalisierung und Informatik, Rückgang der industriellen Bedeutung Europas, Effekte am Arbeitsmarkt durch Billiglohnländer und Migration, unkalkulierbare Richtungswechsel der Politik wie z. B. Verzögerungen von Freihandelsabkommen oder unkalkulierbare Handelsembargos, die zukünftige Rolle der Banken, weltanschauliche Konflikte, militärische Einsätze, Datenmissbrauch etc.

Unternehmensstrategien müssen immer mehr auf die „unvorhersehbaren“ Faktoren Rücksicht nehmen, um zu belastbaren Empfehlungen für eine Neuausrichtung des Unternehmens kommen zu können. Eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung basiert auf einer intelligenten und flexiblen Strategie.

Die konkreten Empfehlungen müssen z. B. Redundanzen, wie alternative Beschaffung von Finanzmitteln oder alternative Kooperationen, beinhalten. So kann bei Veränderungen des Unternehmensumfeldes schnell reagiert werden. Zielvorgaben müssen schnell situativ anpassbar sein und erreicht werden können.

Die Strategie eines aktuell scheinbar erfolgreichen, schnelleren und mutigeren Wettbewerber einfach nur zu kopieren, ist dagegen hochgradig gefährlich. Benchmarking ist unverzichtbar, es lohnt sich, in die Entwicklung eigener Strategien zu investieren.

Die Qualitäten des Strategen

Ein guter Stratege besitzt die Qualitäten und Fähigkeiten eines Sanierers: erfahren, unabhängig und vorausschauend. Er muss Trends und Chancen, aber auch Risiken erkennen. Zusätzlich hat er die Rolle eines Moderators zwischen Stakeholder und interdisziplinären Experten.

Besonders hilfreich ist es, Management-Systeme und Strategie-Methoden wie z.B. die Wachstumsstrategie nach Ansoff und Porter, die Kundennutzenstrategie nach Treacy und Wiersema, die Normstrategie nach dem McKinsey-Modell, die Canvas-Strategie und das KKM-System zu beherrschen.

Public Affairs Management

Zur Implementierung einer neuen Strategie gehört es auch, diese möglichst gut zu kommunizieren. Wie verkaufe ich als Unternehmen die sorgfältig entwickelte Strategie? Wie mache ich sie transparent und damit erfolgreich?

Für das Erklären von komplexen Themen und Ereignissen ist es sehr ratsam, Public Affairs Management zu betreiben. Fast ebenso wichtig wie eine hervorragende Unternehmensstrategie ist deren Kommunikation, um die Akzeptanz der Ziele so effizient wie möglich zu erreichen.


QUINTESSENS

  • Strategie und rasches Agieren gehören beide zu gutem Management.
  • Unser wirtschaftliches Umfeld unterscheidet sich drastisch von dem der Vergangenheit.
  • Strategen müssen stärker in transdisziplinären Teams zusammenarbeiten, um die sich rasend schnell verändernden und neuen Einflussfaktoren berücksichtigen zu können.
  • Eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung basiert auf einer intelligent entwickelten flexiblen Strategie.
  • Ein professioneller Stratege, der die Qualitäten und Fähigkeiten eines Sanierers besitzt, bringt dem Unternehmen enormen Mehrwert.
  • Public Affairs Management ist strategisch ausgerichtete Kommunikationspolitik und hilft, die Unternehmensziele zu erreichen.

Zur Rettung, Stabilisierung und Optimierung von Unternehmen bietet die KK das richtige Management. Wir bieten Ihnen objektiv bewertbare Chancen-Risikobetrachtungen, auf deren Grundlage Ihr Unternehmen neu ausgerichtet werden kann.

Durch unsere Kompetenz und Erfahrung können wir ihr Unternehmen objektiv analysieren und die richtige Strategie finden.