NO LEADERSHIP

Mangelhaftes Führungsverhalten richtet gewaltige Schäden an, täglich sind die Resultate in den Medien präsent. Auf durch dergestalt verursachte Know-how-Verluste durch Abgänge von Mitarbeitern sind Firmen selten vorbereitet; dieses Risiko wird oft vollkommen ausgeblendet. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welch immensen „Kostenfriedhöfen“ und Doppelarbeiten  Unternehmen kämpfen, welche offensichtlichen Marktchancen einfach ignoriert werden. Häufig hört man dann aber von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Darauf haben wir schon seit Jahren hingewiesen – aber niemand ‚da oben wollte auf uns hören!“ Die Mitarbeiter sind das höchste Gut. Still erfüllen sie ihre Pflicht und verlagern ihre Kreativität in die Freizeit, da diese von vielen Vorgesetzten nicht anerkannt und schon gar nicht entdeckt wird. Eine systematische Nutzung des im Unternehmen vorhandenen Wissens findet in den seltensten Fällen statt.

Das Programm wird abgespult, Kreativität wird durch Ordnungsliebe erstickt. Die Phrasen „immer“, „nie“ und  „ja, aber“ füllen ganze Besprechungen. Hierarchie statt fließende Strukturen fördern den Wasserkopf und die Unbeweglichkeit.  Betriebliche Vorschlagswesen und Effizienzsteigerungsprojekte dümpeln als Alibi-Funktionen vor sich hin – selten als Schatztruhe erkannt, kaum professionell geführt. Selbstzufriedene Routine statt innovative Neugierde, Festhalten an überholten Denkweisen und hörigem Chefdenken, statt Eingehen kalkulierbarer Risiken und Tragen von Verantwortung. Absicherungsmechanismen lösen Verantwortung ab, Zertifizierungen und Richtlinien dienen als Argumentationshilfe für den Kreativitätsstau. Wenn aber Prozessordnung und Systeme die Kreativität in der Führung stören, gelangt das Unternehmen in eine Sackgasse. Innovativ sein dürfen und nicht sein müssen, anderen nicht hinterherlaufen verlangt kreatives Management, das weiß, was die Mitarbeiter können und was die Kunden für Wünsche haben.

Obwohl die meisten Führungskräfte an Resultaten gemessen und bewertet werden, verhalten sich viele eigenartig. Sie halten sich für stets überlastet und als Troubleshooter unersetzlich. Sie halten Wissen und Informationen zurück, anstattihre Kenntnisse zum Wohle des Unternehmens mit den Kollegen zu teilen. Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft sind oft Plattitüden. Motivation beschränkt sich auf die eigene Karriere. Als Führungsstärke wird nurDurchsetzungsvermögen definiert, um selbst weiterhin als unbequemer Egoist seine Machtposition schamlos auszunutzen. Notwendige Verbesserungen, schnelle Entscheidungen und die Beschleunigung von Prozessen werden verzögert oder gar sabotiert, immer in dem Glauben für sich selbst und für das Unternehmen das Beste getan zu haben, meist begleitet von der Furcht um die Nicht-Verlängerung des eigenen Vertrages.

Problemlösungen werden in die Wildnis verlegt, wo sie von Baum zu Baum schwingend Persönlichkeitsbildung und Teamfähigkeit trainieren, um beides im operativen Geschäft schnell wieder zu vergessen. Lachtherapien und andere Motivationstrainings sollen das „Jammertal der Verantwortung“ erträglich machen. Wer derartige Seminare mitgemacht hat, unendlich Methoden kennt, gilt in der Kollegenschaft als mögliche zukünftige Führungskraft. Wo bleibt die Kompetenz? Wer soll diese noch bewerten?

Verführt von Trainern, die preisgünstig Phrasen dreschen, Verwirrung stiften, neue Sprachen und Begriffe farbenprächtig und effektvoll transportieren, welche dann auch noch tatsächlich nachgeplappert werden, um sich damit in die scheinbar hohe Business-World zu versetzen. Der Abstand zwischen Führungskräften und Mitarbeitern wird größer, die Kommunikation wird schwieriger. Wer die neuen Worthülsen nicht versteht, gehört nicht dazu. Der Schaden ist enorm, Mitarbeiter werden verunsichert und orientierungslos.

Entscheidend ist das Können und Wollen, welches zielorientiert auf Resultate ausgerichtet ist, aber bitte nicht nur für den eigenen Bereich, sondern für das ganze Unternehmen. Schamlos werden Schwächen der Organisationsstruktur genutzt. Neue, fähige Kollegen laufen gegen die Wand, bis sie durch ein internes Überlebenstraining selbst erfahren, wie sie dem Anderen eins auswischen können, oder das Weite suchen. Führungskräfte müssen Veränderungen herbeiführen und sich selbst verändern können, aber vielen fällt es schwer, neue Anforderungen zu verstehen, geschweige denn zu erfüllen. Ihr Unvermögen wird durch Arroganz versteckt. Arroganz distanziert von Mitarbeitern und Problemlösungen. Machtkämpfe mit Kollegen, dem Betriebsrat und zielorientierten Mitarbeitern gehören zur täglichen Arbeit; jeder noch so kleine diesbezügliche Erfolg wird mit dem Partner abends im Club gefeiert. Fehler machen immer nur die Anderen. Der Firmenwagen, die eigene Sekretärin, das große Büro, die Weltreisen, der Mehr- Jahresvertrag sind Statussymbole und werden verteidigt, koste es dasUnternehmen, was es wolle.

Das alles ist mit Leadership nicht zu vereinbaren. Die Karriere ist beendet und das Unternehmen in eine Schieflage gebracht.

Wir erfahrenen Profis, mit Ihnen als erfolgreiche Unternehmer, sind aufgefordert,die Talentsuche frühzeitig zu beginnen und die Fähigen meisterlich zu fordern und zu fördern. Ein Business-Simulator und ggf. ein anschließendes Coaching sind besonders geeignet, Führungskräften, welche es verdient haben, eine Chance zu geben und topfit zu machen.